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Bluthochdruck in den Wechseljahren: Was steckt dahinter?

Bluthochdruck ist in den Wechseljahren keine Seltenheit. Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, verdoppelt sich ihr Risiko, Bluthochdruck zu bekommen.

Aber warum?

Eine der häufigsten Ursachen für Bluthochdruck bei Frauen ab 40 ist der Östrogenabfall. Das Östrogen hat nämlich durch zwei Wirkungen einen blutdrucksenkenden Effekt:

Östrogene fördern die zelluläre Freisetzung von Stickstoffmonoxid. Das bewirkt, dass sich die Blutgefäße entspannen und weiten. Das nimmt Druck raus. Sinkt der Östrogenspiegel, verlieren die Gefäße diesen natürlichen Entspannungsimpuls.

Östrogene regen zusätzlich die Freisetzung von Prostaglandinen an. Das sind körpereigene Gewebshormone mit gefäßerweiternder, also blutdrucksenkender Wirkung. Auch dieser Schutzmechanismus nimmt in den Wechseljahren ab: Die Gefäße werden steifer, der Widerstand steigt – und mit ihm der Blutdruck.

Warum du Bluthochdruck nicht ignorieren solltest

Bluthochdruck macht selten direkte Beschwerden. Trotzdem solltest Du ihn auf keinen Fall einfach so lassen, denn dauerhafter Bluthochdruck erhöht erheblich das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Niereninsuffizienz und Demenz.

Nimm deine Werte ernst. Miss regelmäßig. Und sprich bei dauerhaft erhöhten Werten unbedingt mit deiner Ärztin.

Hormonyoga bei Bluthochdruck – was du wissen musst

Die intensiven Atemübungen und Umkehrhaltungen im Hormonyoga können den Blutdruck vorübergehend beeinflussen. Daher ist bei Bluthochdruck besondere Achtsamkeit geboten. Bei leicht erhöhten Werten + ärztliche Freigabe ist eine sanfte Variante möglich. Bei deutlich erhöhtem Blutdruck muss das erst behandelt werden.  

Bluthochdruck natürlich senken: Die 5-5-Atemübung

Wie kannst Du nun auf natürlich Weise Deinen Bluthochdruck natürlich senken?  Mit der simplen wie effektiven  5-5-Atemübung:

  • 5 Sekunden einatmen – durch die Nase, der Bauch hebt sich
  • 5 Sekunden ausatmen – durch die Nase, der Bauch senkt sich
  • Das entspricht etwa 6 Atemzügen pro Minute

Probier es gleich aus mit dieser Uhr:

Wichtig: Der kurzfristige Effekt ist oft direkt messbar. Für eine dauerhaft natürliche Senkung des Blutdrucks braucht es Regelmäßigkeit: täglich 10–15 Minuten, über mehrere Wochen.

Zwei besonders gute Zeitpunkte: morgens direkt nach dem Aufwachen, abends vor dem Einschlafen

Die Wirkung ist wissenschaftlich belegt

In einer Studie konnte der systolische Druck um rund 10 mmHg gesenkt werden. Das ist vergleichbar mit manchen blutdrucksenkenden Medikamenten.

Bluthochdruck senken – aber realistisch bleiben

Die 5-5-Atmung ist eine wirksame Übung, aber sie hat natürlich ihre Grenzen. Wenn Dein Blutdruck deutlich erhöht ist, reicht das nicht aus. Nimm dann bitte ärztliche Hilfe in Anspruch.

Gleichzeitig lohnt es sich, die ganzheitliche Perspektive nicht zu vergessen: Bluthochdruck in den Wechseljahren ist oft ein Symptom eines hormonellen Ungleichgewichts. Das kann durch Ernährung, Stressreduktion und gezielte Bewegung positiv beeinflusst werden.